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Neue Heimat Insel – mein Weg zu und auf Kreta | Aussteigen | Neuanfang | Auswandern

Kaktus - Meer - Insel - Kreta - Griechenland( Teil 1) Wie ich nach Kreta kam

Schon als Mädchen wusste ich, dass ich später in einem südlichen Land am Meer leben werde. Jedes Jahr fieberte ich den Schulferien entgegen und freute mich auf die Urlaube in fremden Ländern. Neue Flecken Erde entdecken, Menschen und deren Sitten und Gebräuche kennenlernen und das meist sonnige Wetter genießen. Schon bald war zu merken, dass ich mich in sonnigen und warmen Gefilden am Meer am wohlsten fühlte. Ich war eine absolute Wasserratte und fühlte mich dort in meinem Element. Auch als junge Erwachsene mußte ich mindestens ein Mal für längere Zeit in eine Wetter-stabile sonnige Gegend mit der Möglichkeit zum Schwimmen, um wieder richtig auftanken zu können. Auch meine Atemwege dankten es mir, meine Schleimhäute schwollen ab und ich konnte mal wieder richtig durch die Nase atmen!

Die schönsten Orte der Welt zum Leben (Kreta zum Beispiel)

Während vieler Sommerurlaube an immer unterschiedlichen Orten habe ich viele wunderschöne Flecken gesehen und eine „gewisse Sehnsucht“ wurde immer stärker, doch irgendwie war der innere Zwang durch die momentanen Lebensumstände noch nicht stark genug. Nun ja, als die sich dann mehrmals massiv änderten und ich eine für mich ungesunde Entwicklung entdeckte, war der Anstoß zu einer Veränderung gemacht. Wahrscheinlich auch bedingt durch meine Arbeit im sozialen Bereich, betrachtete ich mein Umfeld und meine Position darin mit anderen Augen, meine eigenen Prioritäten verschoben sich und ich mußte mich fragen, was ich eigentlich wirklich will!? Ich bin in einer Familie aufgewachsen, die aus mir einen Menschen gemacht hat für den Freiheit, Gleichheit aller Menschen, Toleranz, Eigenverantwortung und Respekt eine Selbstverständlichkeit sind. ( Was aber nicht bedeutet, daß ich jeden Menschen mögen muß und Respekt muß man sich verdienen! Jeder kann in meinen Augen so leben wie er will, solange er die Grenzen des Nächsten akzeptiert. ) Als dann innerhalb Europas die Grenzen fielen, war das wie ein Fingerzeig und ein Umzug in ein Land im Süden rückte immer näher. 

Urlaube in Frankreich und Griechenland

Baum - Berg - Insel - Kreta - Griechenland - FelsenDurch jahrelange Urlaube in Frankreich dachte ich eigentlich, an einer jener herrlichen Küsten zu landen, doch ein ungeplanter Urlaub auf Kreta wurde mir zum Verhängnis. Schockverliebt durch visuelle und olfaktorische Eindrücke schon bei der Fahrt über die Insel! Beim ersten Spaziergang auf den Klippen; Thymian, wilder Lavendel und Salbei, alle möglichen Düfte nach Kräutern und Sonne, das Branden der brechenden Wellen und der leichte Salznebel auf der Haut…lassen mich unvermittelt anhalten und ziemlich bescheuert mit ausgebreiteten Armen und geschlossenen Augen einen lauten Juchzer ausstoßen! Und es war mir so was von egal, ob das jemand mitbekommen hat! Denn ich hatte dabei das Gefühl, schon mal hier gewesen zu sein… Ich bin kein esoterischer Mensch, doch es war ein intensives Gefühl eines „nach Hause gekommen“ ! Was war das? Griechenland war niemals als Urlaubsort auf meinem Bildschirm, einzig der antiken Kunst und Archäologie schenkte ich etwas Aufmerksamkeit. Und auf meinen Reisen hatte ich unter anderem herrliche Landstriche gesehen, wo man hätte leben können – doch niemals hatte ich solcherart Emotionen. Ich war alleine gereist, konnte die Sprache nicht, kannte niemanden und doch, ich fühlte mich daheim. Besichtigungen, Erkundung von Teilen der Insel und gaaaaanz viel Meer ließen mich aufleben. Somit wären die Würfel gefallen und ich wusste, wo ich meine Zelte aufschlagen würde: auf Kreta! 

Umzug und Neuanfang auf der Insel Kreta

Strasse - Meer - Küste - Insel - Kreta - auswandern - aussteigenVon nun an wurde auf einen Umzug hingearbeitet und nach knapp zwei Jahren ging es mit vollgepacktem Kadett und unter Tränen auf die Reise. Schon während der Fahrt war ich starken Stimmungsschwankungen unterworfen – von Neugier und Euphorie, zu Selbstzweifel und Zukunftsangst. Zudem konnte ich die Fährfahrten nicht genießen, da ich von starker Allergie überfallen wurde. Dementsprechend kam ich dann auch in Heraklion an und quälte mich noch im Dunkel bis an mein Ziel.

Der Süden Kretas

Aus Gründen der Vernunft hatte ich mich entschlossen, in einen anderen Teil Kretas zu ziehen, um mich im Winter nicht vollkommen vom sozialen Leben abzuschneiden und zudem der schwache Tourismus meine Chance auf Arbeit stark senkte. Der Empfang hier war sehr herzlich, alle waren sehr hilfsbereit ohne aufdringlich zu sein und schnell war auch für Einkommen gesorgt. Eigentlich ein Grund happy zu sein, es zu genießen und loszulassen. Noch ein Monat Urlaub, bevor die Saison beginnt! Meer, Sonne, nette Leute, was will ich mehr? Und doch waren die ersten drei Monate emotional die Hölle; immer wieder das große Heulen, Zweifel am Tun, Angst vor der Zukunft, Heimweh, Freunde, die fehlen, kein Internet, … Also weg von den bösen Gedanken, auf geht’s zur Entdeckungstour. Aber nicht zu oft, das Kapital muss zusammen gehalten werden! Ich bin ja nicht im Urlaub und hab ja jetzt soooo viel Zeit, mir alles in Ruhe anzusehen! In weiser Voraussicht hatte ich meine Utensilien zum Malen und viele Bücher mitgenommen, also brachte ich mein Seelenleben auf Leinwand oder vertiefte mich in Fantasiewelten. Vergeblich wartete ich auf die erwartete Leichtigkeit, doch nur Aktivität und Gesellschaft hielten mich von trüben Gedanken ab. Warum bin ich so empfänglich für negative Gedanken und Angst, wenn ich doch nur Positives erfahre? Vielleicht, weil mir langsam klar wird, daß ich diverse Aspekte nicht berücksichtigt habe?

Griechisch lernen auf Kreta

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Allem voran habe ich mein Können, die Sprache recht leicht zu lernen, völlig überschätzt. Griechisch ist verdammt schwer zu lernen und ich brauchte lange, um die Sprachmelodie annähernd zu verinnerlichen. In Deutschland gelerntes Griechisch stieß häufig auf Unverständnis, doch die meisten Bekannten waren recht geduldige Lehrer und der Umgang ausschließlich mit Griechen half viel beim Lernen. Aber ich war weit davon entfernt, einer Unterhaltung unter Freunden zu folgen! Nun denn, eine schnelle „Integration“ hat halt auch seine Schattenseiten und mir war klar, daß es viel „Arbeit“ bedeutet, hier leben zu können! Zum Schmunzeln hat mich des öfteren die Wirkung meiner Person und Motivation gebracht. Eine alleinstehende Frau Mitte dreißig, die ihren Job im reichen und fotschrittlichen Deutschland aufgibt, die augenscheinlich tut was sie will und das ausgerechnet hier? Doch im Grunde wissen sie ganz genau, was Leute wie mich an ihre Küsten spült – das Bedürfnis, ein anderes, lebenswertes Leben zu leben. Die meisten Ausländer kamen als Paar, oder ein Partner war aus der Gegend. Oder sie waren nur zur Saison hier. Nie hatte ich das Gefühl Freiwild zu sein, oder wegen meiner Selbstständigkeit gemieden zu werden. Im Gegenteil, sobald sie wussten, daß ich plante, hier fest zu leben – mit allen Vor und Nachteilen, stand ich unter einer Art Schutzschirm. Mein neues Leben begann sich zu manifestieren. Und wie immer kam alles anders als geplant. … 

Text und Bilder: Ulla 

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